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Montag
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Bei der Ankunft war Kaiserwetter angesagt. Nördlich der Alpen
war ein richtiges Schmuddelwetter - man meint, in einer anderen
Welt angekommen zu sein.
Bereits ca. 30 Teleskope waren aufgebaut - Die Stimmung unter den
Teilnehmern konnte nicht besser sein.
Unverzüglich machte auch ich mich an den Aufbau meiner Gerätschaften.
(Siehe Bild unten)
Rechts meine astrofotografische Ausrüstung auf der CI 700
von Celestron, Mitte ein sehr guter Skywatcher Achromat mit 150mm
Öffnung und 700mm Brennweite auf der Giro II und Links ein
kompakter Achromat von Skywatcher mit 120mm Öffnung und 600mm
Brennweite auf der EQ-5.
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Dienstag
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Auch der Dienstag besticht durch Kaiserwetter. In der davorliegenden
Nacht konnten wir immerhin ca. 5 Stunden beobachten. Die Durchsicht
war hervorragend.
Kein Mensch kann ahnen, was der Tag so bringen wird, auf jeden Fall
beschäftigen wir uns mit der Sonnenfotografie.
Auch ich mache mit meiner digitalen Kamera Olympus CI 2040 und
dem Skywatcher Achromaten 120/1000mm, den ich ebenfalls mitgebracht
habe, einige Sonnenaufnahmen.
Die Belichtungszeit ist bei 1/250 sek.
Es steckt sicher noch mehr drinn aber für einen ersten Versuch
hat es ja noch recht gut geklappt.
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Die Durchsicht am Dienstag ist so gut, daß ich einfach mal,
mitten am Tag, den Blick auf den Mond riskiere.
Ich bin überascht vom Kontrast und von der Schärfe. Jede
Menge Krater und auch die großen Mare sind herforragend sichtbar.
Diesen Eindruck habe ich auch fotografisch festgehalten.
Auch der Jupiter präsentiert am ersten Blick seine bekannten
Bänder.
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Die Nachricht von den Terroranschlägen in den USA macht uns
natürlich auch am ITT nachdenklich und so dominieren an diesem
Tag natürlich auch die Gespräche wie es weitergeht. So
richtig verarbeiten kann es keiner. Bald aber wenden sich unsere
Gedanken wieder den Sternen und den Teleskopen zu. Unterschwellig
bleibt aber immer ein beklommenes Gefühl zurück.
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Mittwoch
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Der Mittwoch ist einer der schönsten Tage am ITT.
Nach einer schönen Nacht herrschen herrliche Temperaturen vor.
Besonders am Vormittag werden wir von der Sonne verwöhnt.
Der Skywatcher Achromat 150/750mm ist von vielen Sternfreunden
umlagert. Viele sind überascht, daß ein derart kurzbrennweitiger
und lichtstarker Refraktor doch noch ein so scharfes Bild, auch
während der Tagesbeobachtung, liefern kann.
Die Giro Montierung erlaubt ein angenehmes und feinfühliges
Schwenken - so können wir die Gipfel der karnischen Alpen,
alles schroffe Felswände, wunderbar abfahren.
Die beiden folgenden Bilder zeigen den hervorragenden 10"
Newton von Kurt Schreckling. Das Gerät selbst besticht durch
seine Ultra - Leichtbauweise. Alles - sogar der Spiegel - ist in
Selbstbauweise entstanden.
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Besonders interessiert mich die azimutale Verstellung. Kurt hat
einfache Kunststoffrollen aus dem Baumarkt genommen. Die Verstellung
ist extrem leichtgängig - eine interessante Alternative zu
Ebony Star und ähnlichen Gleitlösungen

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Donnerstag
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Nach einer schönen Nacht war am Donnerstag morgen eine interessante
Wolkenstimmung zu beobachten.
Während der kalten Nacht hat sich im Tal recht viel Dunst angesammelt,
der vom Licht der aufgehenden Sonne angestrahlt wird.
Am Morgen ist am ITT Gelände immer eine recht eigentümliche
und auch sehr friedliche Stimmung.
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Eine sehr schöne Nebensonne leitet leider auch das voläufige
Ende der schönen Wetterperiode ein.
Nur wenige Stunden später zieht der Himmel zu und er wird sich
auch so rasch nicht mehr auflockern.
Trotzdem wird unermüdlich aufgebaut und ein Teilnehmer nach
dem anderen trifft ein.
Links unten hat ein Münchner Sternfreund, Franz Kufer, seine
Teleobjektive aufgebaut. Ich habe am ITT ein paar sehr schöne
Stunden mit ihm verbringen können.
Ein weiterer Sternfreund präsentiert uns stolz seinen Selbstbaurefraktor
mit einer sehr guten und farbreinen Optik.
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Freitag
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Der Freitag ist ein gemütlicher und leider auch feuchter Tag.
Wir sind besonders froh, die Räume des Alpengasthofs Sattlegger
nützen zu können.
An diesem Tag können wir interessante Vergleiche machen -
zum Beispiel ein 4" Achromat f/10 mit dem Apo Korrektor und
ein 4" TS Achromat von Teleskop-Service - welches Gerät
hat weniger Farbe...
Langweilig wurde uns nicht!
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Samstag
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Nach einer recht langen und diskussionsfreudigen Nacht empfängt
uns der Samstag Morgen mit einem überaschenden Panorama.
Der Winter ist da!
Trotzdem wird der Tag sehr schön und interessant - fast kein
Teilnehmer fährt nach Hause und diese Geduld und Zuversicht
soll auch belohnt werden.
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Wolfi Rohr - Optiktester aus Passion und Leidenschaft, baut seine
Anlage auf.
Ein paar Minuten später versammeln sich schon Hobbyastronomen
und es beginnen interessante Diskussionen.
Im Laufe des Tages wird Wolfi über 20 Geräte testen und
auswerten.
Links muß ein 120mm Skywatcher zeigen, was in ihm steckt.
Nun - die Optik ist sehr gut, wie es das projezierte Interferogramm
zeigt.
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Auch in unserer Astro Ecke ist imer was los.
Hier zeigt Martin meinen beiden Kollegen von der ITT - Organisation
Interessantes am Laptop.
Auch jede Menge Zeitungen und Info Blätter liegen im Astro
- Eck auf.
Ein Vortragsprogramm sorgt zusätzlich für Abwechslung.
Genau dies wollen wir für nächstes Jahr noch ausweiten.
(siehe Bild links unten)
Am späten Nachmittag beginnt sich jedoch das Wetter zu wandeln
- die Sonne kommt raus. Schnell sind die Fernrohre abgedeckt und
ein Blick auf die H-Alpha Sonne ist möglich. (siehe Bild unten)
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Am Abend des Samstag zeigt der Himmel bereits große Lücken
und von Westen her klart es zunehmend auf.
Die Transparenz ist hervorragend und als der Reißkofel in
blutrotes Licht getaucht wird, wissen wir, daß sich das Warten
gelohnt hat - eine schöne Nacht steht uns bevor.
Bis 3h in der Früh sind herrliche Beobachtungen, nur kurz
von kleineren Wolkenfeldern unterbrochen, möglich. Ab Mitternacht
ist sogar Astrofotografie mit langen Belichtungszeiten machbar.
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Das 17. ITT ist nicht nur von den Beobachtungsbedingungen her,
sondern durch die freundlichen und humorvollen Teilnehmer ein voller
Erfolg gewesen. Wir sind auch vom Wetter her verwöhnt worden,
wenn man bedenkt, daß nördlich der Alpen keine Beobachtungsnacht
möglich gewesen ist.
Als ich von der Alm abgefahren bin und ein paar schöne Songs
von STS mir angehört habe, ist mir klar geworden, daß
ich mich bereits zu diesem Zeitpunkt auf das nächste ITT gefreut
habe.
Dieses Gefühl hat sich bis heute nicht geändert.
Wolfi Ransburg
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